Dein Werk wird Deine Pfarre Leonding – St. Michael stets begleiten.

Gedenkrede von Jörg Jenatschek zur Würdigung und Erinnerung an Ferdinand Neubauer.

 

Als Vertreter des Finanzausschusses stehe ich heute hier, um Dein Werk zu würdigen, um mich von Dir zu verabschieden.

 Als wir uns das erste Mal im Rahmen unserer pfarrlichen Aktivitäten getroffen haben, warst Du schon viele Jahre Obmann des Finanzausschusses und ich war gerade Jugendleiter geworden. Das war im Jahr 1994. In den folgenden Jahren haben wir uns jährlich über den Jugendabschluss im Zuge der Kirchenrechnung unterhalten. In den Pfarrgemeinderatsitzungen konnte ich jedes Jahr die von Dir aufgestellte Kirchenrechnung im Vortrag miterleben. Diese war händisch geschrieben und stimmte stets überein. Ich erinnere mich auch stets an Deine Ausführungen über die freiwillig geleisteten Robotstunden von Dir und Deinen Helfern, die der Pfarre jedes Jahr einige tausend Schillinge gespart haben.

 Die Funktion im Finanzausschuss bzw. im vormaligen Pfarrkirchenrat hast Du über 9 Perioden somit 40 Jahre im Zeitraum 1972 bis 2012 ausgeübt. Im Pfarrgemeinderat warst Du im Zeitraum von 1974 bis 2012 tätig. Auch davor warst Du schon pfarrlich aktiv und hast unserem Pfarrer Holzmann stets tatkräftig unterstützt.

Du hast Deine Aufgabe auch in sehr unruhigen pfarrlichen Zeiten erfüllt und so die Finanzen fest im Griff gehabt. Ich erinnere mich auch an Deinen Weitblick für pfarrliche Einnahmen. Als das Thema der Handymasten in Kirchtürmen aufgekommen ist, war dies damals durchaus sehr kontroversiell. Heute spricht niemand mehr davon. Du hast dieses Thema aufgegriffen und den ersten Vertrag ausverhandelt. Dem nicht genug, war es Dir ein Anliegen dies für die Pfarre auch zu Ende zu bringen. Dazu hast Du einige Hausbesuche vollzogen und auch oftmals Überzeugungsarbeit geleistet.

 Dein Werk wird Deine Pfarre Leonding – St. Michael stets begleiten. Erst unlängst konnten wir Deine Pläne für die neue Kirche in die Hand nehmen, um die Sitzplatzordnung den Vorgaben in Corona-Zeiten gerecht zu werden. Im Rahmen des Umbaus des Pfarrhofs sind Deine Pläne hilfreich und erleichtern uns den Umbau. Es ist Dein Werk der Erfassung, der Erkundigung und der Dokumentation der pfarrlichen Bauten – sei es das Pfarrzentrum, der Pfarrhof, oder Rufling. Dies alles ist mit deinem Namen verbunden.

Dein Wirken umfasste auch die Projektleitung beim Umbau des alten Pfarrheimes, das heutige Michaelszentrum, die Mitwirkung bei der Sanierung des Pfarrhofes und auch der neuen Kirche – in der wir heute Abschied nehmen. Du hast Deine Fähigkeiten im Bauausschuss eingebracht und warst federführend bei der Grundsteinlegung 1979 als auch bei der Einweihung 1981 aktiv. Ich möchte aber auch nicht unerwähnt lassen, dass Du auch jahrelang Haussammler warst und auch Kommunionhelfer.

 Deinem immensen pfarrlichen Engagement - auf dem wir heute aufbauen können - wurde Dir auch zu Lebzeiten gedankt und geehrt. Im Jahr 2011 wurde Dir von Altbischof Ludwig die Severinmedaille überreicht. Sie ist Zeichen des Dankes und der Anerkennung für langjähriges ehren- und hauptamtliches Engagement in den Pfarren und über die Pfarrgrenzen hinaus.

Ich darf Dir heute im Namen der Pfarre unseren Dank aussprechen. Auf Dein Wirken und Werken können wir aufbauen.

Ich sage Dir ein letztes Mal „pfiat di“, Leb wohl

Ruhe in Frieden.

 

Zurück