Historisches: Kapelle Bezirksaltenheim

Die Kapelle im Bezirksaltenheim besteht seit 1976 und ist Ort regelmäßiger Gottesdienste.

Kapelle

Das Beziksaltenheim in Leonding wurde mehrmals renoviert und umstrukturiert, es musste den immer älter und pflegebedürftiger werdenden Heimbewohnern angepasst werden. Auch unsere Kapelle wurde renoviert. Der neu gestaltete Feierraum ist heller, freundlicher und durch die schönen Bilder ein wirklich spiritueller Raum geworden. In diesem feiern wir zweimal pro Woche einen Gottesdienst.

 

Haus der goldenen Jahre

„Das neue Haus der goldenen Jahres des Lebens“

So bezeichnete Pfarrer Josef Holzmann das Bezirksalten-und Seniorenheim Leonding. Die offizielle Eröffnung des neuen Seniorenhauses fand am 22. September 1976 um 15.00 Uhr statt. Der erste Gottesdienst war am Samstag, den 11. September 1976, am Vorabend von Maria Namen.

Architektonisch ist der Bau von Architekt Taferner eine Meisterleistung. In der Halle hat Bildhauer Dorn sinnvolle Plastiken geschaffen.

Da ist dargestellt, wie der blinde Tobias geheilt wird. In einem zweiten Bild laden die Jünger von Emmaus den Herrn ein: "Bleibe bei uns es will Abend werden.“ Das dritte Bild ruft zur Freude bei einem fröhlichen Mahl. Von dieser Halle kommt man in die schöne Kapelle mit einer von Bildhauer Dimmel geschaffene Bronzestatue des Hl. Martin.

(Auszug aus: "Sonntagsnachrichten der Pfarre Leonding"; vom 12. September 1976.)

Schutzmantelmadonna

Herr Jakob Kopp, ein bedeutender oö Bildhauer, der bis zu seinem Einzug ins Zentrum für Betreuung und Pflege (ZBP) Leonding in Kopphof im Zaubertal lebte, stiftete eines seiner Werke für die Kapelle des Altenheimes.

Die Schutzmantelmadonna ist nun vereint mit zwei weiteren Werken von Studienkollegen von Jakob Kopp aus der Zeit an der Kunsthochschule Linz: dem Hl. Martin von Peter Dimmel und dem Kruzifix von Josef Fischnaller.

Seelsorge

Die Seelsorge hatte zu Beginn Father Georg Bonhard, später Diakon Hermann Mayrhofer übernommen. Damals gab es drei heilige Messen in der Woche. Einiges hat sich seit dieser Zeit verändert. Als Altenheimseelsorger/innen waren Mag. Franz Pamminger, Ingrid Mattle, Mag. Hans Gallhammer, Mag. Andreas Paul tätig.

Länger als ein Jahrzehnt ist Lotte Metlicka bereits als ehrenamtliche Seelsorgerin und seit 2018 Leopoldine Naderer von der Diözese eingesetzt und als hauptamtliche Seelsorgerin wurde Elvira Fedele bestellt. 

Die sieben Worte

Diese Bilder wurden von der Hauptschullehrerin Elisabeth Bindreiter, zum Thema "Sieben Worte Jesu am Kreuz" gemalt und in der neu renovierten Kapelle angebracht.

Ich bin durstig (Jaoh 19,28-29)

Alle Sehnsucht dieser Erde ist enthalten in dem Wort: „Ich bin durstig“. Und alle Enttäuschung ist in dem Essig, der die Lippen Jesu benetzte. - Die Sehnsucht des Menschenherzens ist größer als die Erfüllung, wie die Erde sie geben kann.

Dies ist dein Sohn - dies ist deine Mutter (Joh 19, 26-27a)

Jesus sagt den beiden Menschen, die ihm am nächsten stehen, dass auch sie einander nahe stehen. durch ihn sind sie miteinander verwandt.

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen(Mt, 46-47)

Der Mensch Jesus von Nazaret, Sohn Gottes und Sohn Marias, hängt ganz allein zwischen Himmel und Erde. Alle Einsamkeit und alle Hoffnungslosigkeit des Lebens ist hier wie in einem Brennpunkt zusammengefasst.

Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun (Lk23,33-34a)

Jesus erlebt das böse, das Menschen tun, am eigenen Leib, Soldaten töten ihn auf grausame Weise. Er bittet sie um Vergebung. Und er entschuldigt sie vor dem Vater.

Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein (Lk 23,41-43)

Jesus ist unser Bruder. Er ist Immanuel", der "Gott mit uns“. Mit den Verbrechern geht er bis in den Tod. - Weil er mit uns geht, können wir auch mit ihm gehen. Sein Weg führt ins Leben. Das ist auch unser Weg.

Es ist vollbracht (Joh 19,30a)

In diesem Wort verkündet Jesus das Geheimnis seines Todes. Der Ostertag leuchtet ihm auf. Im Augenblick des Todes ist das Leben geboren.

Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist (Lk 23,45-46)

Noch einmal ruft Jesus seinen Vater. Er vertraut sich ihm ganz an. Es war seine Speise, den Willen dessen zu tun, der ihn gesandt hat. Sein Wort am Kreuz offenbart dieses Geheimnis seiner Person.