Historisches: Neue Pfarrkirche

Die Neue Pfarrkriche ist in der Form eines Oktogons erbaut, mit dem Altar in der Mitte unter der Lichtkuppel. Ringsum steigen stufenförmig die Sitzreihen an.

Die neue Pfarrkirche

Durch das stete Anwachsen der Bevölkerung wurde 1977 unter Pfarrer Josef Holzmann (gest. 4.9.2002) und Kaplan Stefan Enzenhofer der Bau einer neuen Kirche beschlossen. Der Architekt Prof. Roland Rainer, Wien, schaffte einen gelungenen Übergang zwischen der alten Kirche und dem neuen Kirchenbau.

Grundsteinlegung - 29.9.1979, Weihbischof Wagner
Erster Gottesdienst - Christmette 1980
Einweihung - 5.4.1981, Diözesanbischof Dr. Franz Salesius Zauner

Die Anlage fügt sich bescheiden und unaufdringlich in den Proportionen mit dem großen Treppenaufgang in das bauliche Ensemble des nördlichen Stadtplatzes ein.

Erbaut wurde sie mit 100 Jahre handgeschlagenen alten Ziegeln. Acht Säulen, mit byzantinisch beeinflussten Fliesenriemchen nur andeutungsweise geschmückt, grenzen das Zentraloktogon gegen den niedrigen, mit dunklem Holz überdeckten Rundgang ab, der seinerseits die Verbindung zur alten Kirche herstellt.

Obwohl die Kirche im Zentrum Leondings neben der stark befahrenen Straße liegt, herrscht durch die fast fensterlosen Mauern (Licht fällt zentral von oben ein) innerhalb der Kirche eine beschauliche Stille.

Als Grundform wurde der Kreis als Symbol des Göttlichen gewählt. Der Altar steht zentral in der Mitte der Kirche unter der Lichtkuppel. Der Priester steigt zum Altar in der Mitte des Raumes herab, ebenso die Gläubigen beim Kommunionempfang – was auch eine tiefe symbolische Wirkung hat.

Ausstattung

Das wunderschöne Kruzifix im Oktogon über dem Eingang zur Sakristei, entstand um 1430 und zeigt sowohl romanische als auch gotische Stilelemente.

 

Links neben dem Haupteingang ist die Statue des hl. Erzengels Michael aufgestellt (Kopie 1721 einer Statue von Franz Schwanthaler), weiters hängen im Kirchenraum Statuen der Heiligen Petrus, Paulus und Johannes Kantius.

An der Südseite des Umganges hängt eine aus einem Eichenstück geschnitzte spätbarocke Pietà.

Die neue Orgel

Sie stammt aus der Orgelbauanstalt St. Florian und setzt mit ihrer eigenwilligen Form einen starken räumlichen Akzent. Die Orgel scheint als selbständiger Turm im Raum zu stehen, schlicht und ohne großartige Schnörkel und Verzierungen.

Zur Orgelweihe schrieb die große Leondinger Dichterin Gertrud Fussenegger:
„Die Orgel gehört der andächtigen Gemeinde. Sie begrüßt das brautliche Paar, sie geleitet den Abgeschiedenen zu seinem letzten Weg. Sie spricht die Sprache, die unser Herz hören will, wenn es sich dem Ewigen zuwendet.“